Warum scharrt mein Hund nach dem Geschäft? Ist das Dominanz?

Nein, das ist ein weit verbreiteter Mythos. Tatsächlich geht es hier um Kommunikation: Hunde besitzen Duftdrüsen an den Pfotenballen. Durch das Scharren verteilen sie ihren Eigengeruch zusätzlich zur Urin- oder Kotmarke auf einer größeren Fläche – wie eine visuelle und geruchliche Visitenkarte. Einige Beobachtungen deuten darauf hin, dass unsichere Hunde intensiv scharren, um ihre Anwesenheit deutlicher zu markieren. Wichtig zu wissen: Ein Hund ist nicht per se dominant. Dominanz ist keine feste Charaktereigenschaft, sondern beschreibt immer eine Beziehung zwischen zwei Individuen in einer konkreten Situation.

Verändert eine Kastration das Verhalten meines Hundes?

Vorneweg: Eine Kastration ist kein Ersatz für Erziehung und sollte immer wohlüberlegt sein. Denn eine Kastration kann nicht rückgängig gemacht werden. Durch den Eingriff wird die Produktion der Sexualhormone (wie Testosteron und Östrogen) gestoppt. Das bedeutet: Nur wenn ein Sexualhormon der eigentliche Auslöser für ein Verhalten ist, wird die Kastration die gewünschte Änderung bringen – wie zum Beispiel bei übermäßigem Markierverhalten, hypersexuellem Verhalten sowie hormonell bedingter Aggression zwischen Rüden oder stressigem Verhalten während der Läufigkeit/Scheinträchtigkeit bei Hündinnen.
Liegen jedoch andere Gründe vor – wie etwa Angst, Unsicherheit oder jagdliche Motivation – kann eine Kastration diese Probleme sogar noch intensivieren, da schützende Hormone wegfallen. Eine Kastration ist daher immer eine Einzelfallentscheidung. Viele tiefergehende Informationen dazu erhältst Du auch in meiner Podcastfolge mit Carina Kolkmeyer.

Mein Hund ist kastriert, rammelt aber trotzdem weiter – woran liegt das?

Aufreiten (Rammeln) hat nicht immer einen sexuellen Hintergrund. Es dient oft als Ventil für Stress, starke Aufregung oder Überforderung, kann aber auch eine Form des Begrenzens sein. Da hier meist keine Hormone die Hauptrolle spielen, löst eine Kastration dieses Problem nicht.

Was ist in der ersten Nacht mit einem Tierschutzhund wichtig?

Der wichtigste Tipp lautet: Erwarte nichts. Dein Hund ist gerade in einer völlig fremden Welt gelandet. Er braucht jetzt vor allem Sicherheit, einen festen Rückzugsort und viel Ruhe. Gib ihm die Zeit, die er braucht, um in seinem eigenen Tempo anzukommen. Mehr Details dazu findest Du auch in meinem ausführlichen Ratgeber für Tierschutzhunde.

Ab wann kann mein Hund an einem Social Walk teilnehmen?

Gerade für unsichere Hunde oder Hunde aus dem Ausland ist das eine häufige Frage. Ein Social Walk ist ideal, sobald Dein Hund draußen ansprechbar ist und keine panische Angst vor Artgenossen hat. Wir laufen in München (aktuell in den Stadtteilen Neuhausen-Nymphenburg oder Sendling) kontrolliert an der Leine mit ausreichend Abstand. So lernt Dein Hund in einem geschützten Rahmen, dass andere Hunde in seiner Nähe keine Bedrohung bedeuten. Hier sind meine Termine.

In welchen Stadtteilen in München bietest Du Training an?

Ich bin als Hundetrainerin mobil für Dich im Einsatz und komme für das Einzeltraining überall im Münchner Stadtgebiet zu Dir nach Hause oder dorthin, wo Du Unterstützung brauchst. Mein Fokus liegt dabei auf dem Münchner Süden und dem Zentrum, insbesondere in Untergiesing, der Au, dem Glockenbachviertel und dem Dreimühlenviertel. Für meine Social Walks nutzen wir gezielt verschiedene Viertel wie Neuhausen-Nymphenburg oder Sendling, um das entspannte Miteinander unter Ablenkung alltagsnah zu trainieren.